A funny pilgrim on a crazy crusade

 

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   21.10.14 00:22
    Hey I am so excited I fo






Doch noch hinaus. Die Nachttraffik hat noch offen. Die Sucht schafft, was mir in den letzten Tagen nicht gelang. Mich aufzuraffen und bewegen. Mir bleibt nur die Antriebslosigkeit und das achselzuckende Gleichgültigsein gegen die sinnlosen Alltagstätigkeiten.
Du hast die Intiative. Du hast die Entscheidung. Du hast die Bewegung.
Du bist gegangen.
Die Stadt, es sollte meine Stadt sein, ich war zuerst da, ich lebe schon lange hier, ich bin in ihr bekannt, ist nicht nett zu mir. Ständig dreht sie mir eine Nase und schmeißt mir Erinnerungsfetzen an uns entgegen.
Direkt nachdem ich meine Zigaretten erstanden habe, passe ich nicht auf, nehme eine Gasse zu früh und komme an unserem Japanischen restaurant vorbei. Der chinesische Sushi Koch, du hast herausgefunden das er kein Japaner ist, da er auf deine wenigen gut gemeinten Sätze in der landestypischen Sprache mit Unverständnis reagierte, steht wie immer rauchend davor. Er grinst mich an und brabbelt etwas. Wahrscheinlich soll ich dich grüßen und ich schenke ihm eine Zigarette. Vorbei an deiner ehemaligen Arbeitstelle direkt zu dieser Kneipe, deinem Stammbeisel, wo du ihn getroffen hast. "Was bedeutet schon eine Nacht?" Du meintest "es war mehr als nur eine!" Es ist egal, letztendlich hatte er keine Bedeutug, nur ein Syntom für eine sterbende Liebe.
Am Platz ist wieder was los. Schließlich ist Sommer, wenn auch ohne Wetter, und jeder muß sich unter jeden mischen und mir ekelt. Ich sehe den Schachspieler. Den kannte ich sogar vor dir. Mit ihm könnte ich über die Zeit reden, als die Stadt noch meine war, als ich dich nicht als Grund hatte, unglücklich zu sein. Doch die Wodkaflasche vor ihm ist schon weit geleert und sein Blick verrät, es ist nicht die erste heute. Ich will mich aber nur betrinken und nicht ertrinken. Ich glaube nicht, dass er noch Schach spielt.
Fast zurück in der Erinnerungswohnung unserer letzten vier Jahre spricht mich der Drache an. "Ihr wart schon lange nicht mehr hier?" "Wir (?) werden auch nicht mehr kommen!" "Ich habe ja von nichts eine Ahnung mein Lieber, aber Durst hat man immer." spricht er und beginnt mir ein Bier ins Glas zu füllen. Ich setzte mich an seine Bar. Er stellt mir das Getränk hin, zuckt mit den Achseln, "ich hatte auch mal eine Frau, die hat mir aber immerhin ein wunderbares Kind da gelassen. Ich hatte letztendlich das bessere Ende." Er grinst, "und du hast heute zumindest Freibier". Er wendet sich einem anderen Gast zu, ich starre auf den leeren Getränkedeckel neben mir. Da fehlt ein weißer Spritzer.
Du fehlst.
24.8.14 00:13
 


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