A funny pilgrim on a crazy crusade

 

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Es sollten ein paar Tage der Erholung werden. Ein Abstandnehmen vom ständigen Gebrauchtwerden und vom Neuanfang organisieren. Verschnaufen und es gut sein lassen.
Wenn einem aber durch Wiederholung die Geschichte, die eigene Geschichte, das eigene Erlebte, an das sich nicht zu erinnern ist, weil man damals zu klein war, vor Augen geführt wird, wenn die verschlummerten Gefühle, die unbwußten Wegbegleiter, durch das Mitmfühlen hervortreten, dann werden vergangene Jahre hinweggespült und der Abstand zu Gewesenem wird auf Sekunden heruntergeschmolzen.
Nicht alles ist gleich, nicht alles hat die selbe Tragweite und die Folgen werden, so hoffe ich wenigstens, nicht so schlimm werden, wie ich es erleben durfte. Diese Ursachen, die erst vor kurzem begrifflich gemacht wurden in meinem Leben. Durch arbeiten, aufarbeiten, durch erinnern, recherchieren und nachfühlen. Was blieb von damals in mir stecken? Was hat dies Alles, das herausgerissen werden aus Sicherheit, allein gelassen sein, Kälte und Sterilität, das Sterben und zurück geholt werden, verursacht?
Entfremdung! Ich sitze wieder zwischen Fremden. Das langsame Näherkommen an meine "Nächsten", an die mir logisch nahe sein Sollenden, ist weggewischt von der Furcht, dass in der neuen, der nächsten Generation die Geschichte fortgepflanzt wird. Es gibt immer Parallelen und Unterschiede und mögen die Unterschiede überwiegen.
Geboren, als Wunschkind, aber nicht der Wunsch ein Kind zu haben ist es, sondern der Wunsch eine Heile Welt zu erzeugen. Für die Eltern, für Sie, damit sie das erhalten, was sie selbst nicht hatten. Eine Familie, eine ganze, nicht im Vorhinein zerstörte Familie. Das Kind ist für die Eltern da, nicht umgekehrt. Genau deshalb die Überforderung. Das Kind braucht auf einmal die Eltern, die allerdings etwas vom Kind haben wollten. Ihr eigenes Bedürfnis ist noch nicht befriedigt und ihre heile Welt, die gerade erst begonnen hat wird bedroht und so schauen sie hilflos auf das Kind und erwarten das es sich selbst rettet oder das die Ärzte es retten oder vielleicht auch Gott.
Ich habe mich damals selbst gerettet, über die Jahre hinweg, immer selber und rette mich heute noch. Die Familie, die Eltern, konnte ich nicht retten. Es hat lange gedauert das zu begreifen.
3.11.10 10:25
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


spacegirl (16.11.10 23:17)
es hat mich selten etwas so getroffen.

ich habe selten etwas so wahres gelesen.

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