A funny pilgrim on a crazy crusade

 

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Meine Finger streifen über das schwarzweiße Bild, so als könnte ich irgendetwas wirklich spüren, etwas anderes als diese glatte Glanzfläche. Wenigstens ist die Musik in meinen Ohren, auch wenn die Gerüche, der Geschmack, die Hitze, das Gefühl fehlen. Ich wäre gern Patti Smith. Ich weiß das es Blödsinn ist und so wünsche ich mir nur ihre schwarze Krawatte, zu sein. Einfach nur um dabei, um da gewesen zu sein. In einer Zeit die noch auf- und nicht zusammen brach.
Aufbrechen werde ich morgen auch. Nach Hause und meine schwarze Krawatte wird mich begleiten. Eigentlich sind es drei Geburtstage, aber da ist der Todesfall, schon ein Jahr her, doch er überschattet noch alles. Zerreißt diese Familie, weil die Hilflosigkeit vor einem zu frühen Tod größer ist, als die Notwendigkeit sich um die Überlebenden zu kümmern.
Ich? Ich muss es nehmen wie es kommt. Es ist so zu sagen mein Urlaub, meine freie Woche, gelöst von Verpflichtungen. Ich werde nicht nur der Toten gedenken, sondern seltene Menschen, in meinem Leben seltene, obwohl sie Familie heißen, treffen. Hände schütteln, ihre Geschichten hören und in ihre Augen blicken. Es sind einige Menschen in meinem Leben selten geworden oder besser ich in ihren. Weil mir die Kraft fehlte, weil mir die ausgestreckte Hand in der Hosentasche stecken blieb.
Ihre Texte wieder zu lesen, die Alten, die aus dem Netz fein säuberlich auf Papier gelegten, lässt mich erkennen. Ich habe sie vermisst. Dieses gegenseitige Lesen, Wiederlesen und so, über Tage, in verschlungenen Worten, in Metaphern und Anspielungen, ein Gespräch zu führen, in dem Verständnis liegt. Ich beginne mich ein weiteres Mal in Leerzeichen, Zeilenumbrüchen und Auslassungen zu verlieren. Dabei finde ich es langsam wieder, diesen Ton. Der gar nicht verloren war, nur so schien, weil ein zufriedener Blick auf meine vollgeschriebenen Notizbücher beweist es, nur anders eingesetzt wurde. Doch sollte das Eine das Andere nicht ausschließen.
Viel ist nicht passiert, in diesem letzten halben Jahr. In meinem kleinen Existieren. Kaum eine Veränderung, eine Verbesserung. Es ist ein weiter Verharren in dem jedoch immer öfter ein leises Gefühl zu erspüren ist. Wenn ich mich traue und genau hinhöre. Von einem Umbruch, einem Aufbruch zu sprechen verbietet mir die Vorsicht. Zu nahe liegt der Zusammenbruch.
Schwierige Zeiten sind interessante Zeiten für das Leben. das weiß ich. Als schwarze Krawatte von Patti Smith.
12.2.10 01:11
 


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