A funny pilgrim on a crazy crusade

 

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Ich kehre zurück. Immer wieder. In Zyklen. Ob sie nun spiralförmig zusammen laufen oder sich der Zentripedalkraft folgend entfernen weiß ich nicht. Nur die Messpunkte sind unrythmisch. Von Neuanfängen zu sprechen ist falsch. Das nächste Schweigen ist schon vorprogrammiert und das Brechen des Selbigen wird ebenso folgen. Somit sind es weitere Punkte auf dieser Linie.
Meine Finger sind das Tippen nicht mehr gewohnt, verirren sich zwischen den Tasten. Es ist leichter dem blauen oder schwarzen Strich auf einem Blatt Papier die Form zu geben und ihm zu Folgen. Mein Blick ist dann wenigstens dort, wo meine Gedanken einen Ausdruck finden. Hier, vor dem Rechner, muß ich immer den Blick zwischen Tastatur und Bildschirm wandern lassen. Stimmen Gedanken und Geschriebenes überein? Habe ich das gerade getippt? Entfremdung?
Euch entgeht gerade die lange Pause in der ich den Regentropfen lauschte und den entfernten Autos. In der ich den warmen Fönwind einatmete, die Augen schloss und das schreiben ließ.
Nur für einen Moment. Bis zum Anfang. Bis zum nächsten Punkt.
17.1.10 23:47


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Neben mir im Glas, sieben Jahre. Vor sieben Jahren wurden die Zutaten vermischt, vergärt und dann wurde gewartet. Der Geschmack läßt mich bestätigend mit der Zunge schnalzen. Ja, das Warten hat sich gelohnt.
Wo war ich vor sieben Jahren? Welche Zutaten wurden zu mir hinzugefügt und was haben sie aus mir gären lassen? Vor sieben Jahren. 2002. Die Erinnerungen betrügen mich. Keine Möglichkeit mehr das Jahr zusammen zu setzen. Eines bleibt mir hängen. Ende des Jahres, vorm Radio sitzend, junge Menschen lesen Texte, wollen das schlechteste Liebesgedicht des Jahres finden. Es war also schon spät in diesem Sonnenumlauf. Bald Weihnachten. Und ich, einen alten, nicht 2002 geschriebenen Text ausgegraben. Eingeschickt. Zweitschlechtester. Trotzdem nach Wien gerufen, mein Geschriebenes zum ersten Mal gelesen in einer Öffentlichkeit, Menschen getroffen und in Wien verliebt. Doch diese Reise war erst 2003, das Jahr an dem ich einen Seelenbusfahrer treffen sollte, eine Weltraumdame, eine Hasin und jemanden, der sein Gehirn verkaufen wollte, um jeden erdenklichen Preis. Verloren in Irrgärten voller Worte. 2003, ein Jahr in dem ich umzog, um die Liebe zu finden.
Wir befinden uns jedoch im Jahr 2002. Es muß wohl die Zeit gewesen sein, als ich den Brennenden Esel ritt, die sechs Saiten gegen vier Tiefe austauschte und ein steinernes Meer vor dem Fenster hatte. Nächte der Überfuhr am Steg und wirklich Biologe werden wollte.
2002, nicht mal so schlecht, was alles zubereitet wurde. Aber mein Faß ist noch nicht angeschlagen. Es gärt noch in mir.
Vielleicht bin ich für einen 12 oder 15 Jährigen gemacht.
Irish. Single. Malt.
19.10.09 21:58


Ein weiterer Abend vergebens nach Worten gesucht.
Wie an der Kürze dieses Eintrags zu entnehmen ist, es blieb bei der Suche.
13.9.09 23:13


Ein Morgen

Wolken hängen am Himmel. Monotonie in monochromatischer Vielfalt. Die Müdigkeit ist mir in die Knochen geschrieben. Moment für Moment in den Knochen meines Oberschenkels eingeritzt. Wie ein Revolverheld seine Erfolge am elfenbeinernen Griff seiner Waffe kerbt, so legt sich bei mir die Zeit an. Oberschenkelzeit. Doch bald ist kein Platz mehr, zu viel Zeit ist eingraviert. Was wird dann sein. Unterschenkelzeit? Schwarze Zeiger auf weißem Ziffernblatt bilden die Schenkel eines Dreiecks zwischen Minuten und Stunden. Ein kleiner Schenkel für die Stunden. Ein großer Schenkel für die Minuten. Dazwischen aufgespannt eine Dreiecksfläche Leben.
Schwarz lege ich Worte auf weiß. Nicht auf Papier, auf das pergamentene Blass meiner Haut schreibe ich erklärungssuchend. Auf Unterarme, Unterschenkel und Unterkinn.
Es ist Zeit für einen schwarzen Kaffee. Auf dem Weg in die Küche betrachte ich mich im Spiegel. Ich traue mir selbst nicht, denn verdrehte, sinnentleerte Worte beschreiben mich.
Ich lasse einen Tropfen weiße Milch in den Kaffee fallen. Hier ist es anders, hier verbinden sich schwarz und weiß. Bilden eine Melange. Verständnis?
Chemische Reaktionen öffnen mir die Augen und machen mein Herz rasen. Ich besteige die Dusche. Ergreife die weiße Seife, die schäumend Worte aufnehmend grau wird. Das Wasser spült sie meinen Körper herunter, abwärts in die Abflussspirale. Ich lasse es laufen, bis auch der letzte Rest der grauen Seifenwortmilch verschwunden ist. Bis alles klar ist. So, als wäre nichts gewesen.
Als wäre nichts.
14.8.09 11:16


Unzählige Tränen entspringen meinen Augen. Blutunterlaufen. Geschwollen.
Und du schleichst dich an mich heran. Drückst deinen Körper an meinen Körper. Ich spüre deine Wärme, deine Weichheit. Du umgarnst mich. Gehst mir um den Bart. Wie könnte ich widerstehen und dich nicht berühren? Ich kraule dir den Nacken und du liegst mir im Schoß. Dein Atem. Dein Herzschlag. Gewollte Nähe.
Unverhofft stehst du auf. Streichst noch einmal um mein Bein und verlässt mich dann durch das Fenster. Zu einem anderen gehst du.
Feuchten Auges blicke ich dir hinterher und muss mich schneuzen. Verdammte Katzenhaarallergie!
30.7.09 12:45


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